Vom Vesak-Fest im Ashram Brindavon

Das Vesak-Fest wird jedes Jahr von Millionen Menschen in der ganzen Welt gefeiert in Erinnerung an die Geburt und die Erleuchtung Buddha’s und wie schon seit vielen Jahren kamen über 70 von Mataji’s Schülern am Wochenende zusammen, um im Ashram Brindavon unsere Meisterin Sri Durgamayi Ma an diesem besonderen Tag zu ehren.

Mataji hat, nach vielen Jahren Schülerschaft bei ihrem Meister Sri Neem Karoli Baba und später ihrer Meisterin Ma Jaya Sati Bhagavati, das Buddha-Bewusstsein in sich verwirklicht und ist uns Schülern so täglich lebender Beweis, dass Erleuchtung in diesem Leben möglich ist und gleichzeitig Ansporn und Motivation, unser Leben der Entdeckung unserer – zwar oft noch verborgenen, aber immer mehr durchscheinenden – wahren Natur zu widmen. Dies tun wir unter der liebenden, stets gegenwärtigen Anleitung unserer Meisterin und dafür ehrten wir sie zu diesem Vesak-Fest als unseren lebenden Buddha.

Bereits am Samstag Vormittag bereiteten wir ein großes Blütenblätter-Mandala zu Mataji’s Ehren vor, während wir dazu in ihrem Beisein buddhistische Mantra sangen.

Blumen-Mandala

Das Fest begann am frühen Abend damit, dass jede/r einzeln den Tempel betrat, um von Mataji begrüßt zu werden. Da Mataji durch ihr Schweigegelübde nicht spricht, konnte sie dieses Jahr nicht, wie die vorigen Jahre, die Worte

Ich grüße den Buddha in Dir

sprechen und so sprach immer der Schüler, den Mataji gerade still begrüßt hatte zum dem ihm folgenden

Mataji grüßt den Buddha in Dir

Diese simplen Worte, an jeden einzelnen gerichtet, eröffneten das Fest auf wunderbare Weise.

Wir hörten zu Beginn die Aufzeichnung eines Darshan, den Mataji zum Vesak-Fest im Jahr 2007 gegeben hat und konnten so, nach langer Zeit, ihre Stimme hören.

Nachdem wir wieder, wie am Morgen, die mächtigen Mantra ‚Om Tare Tuttare Ture Soha‚, ‚Om Mani Padme Hum‘ und ‚Om Ah Hung Bendza Guru Pema Siddhi Hung‘ gesungen und rezitiert hatten, kam der Höhepunkt des Festes:

Jede/r Schüler/in überreichte Mataji einzeln einen Khatak (tibetischen Gebetsschal) und erhielt Mataji’s Segen, indem sie ihm den Schal um den Hals legte. Anschließend brachte sie/er ein Licht zur Buddha-Statue im Buddha-Tempel wo zum Schluss ein ganzes Lichtermeer den Raum erleuchtete.

Zum Abschluss des Festes rezitierten zwei Schüler kraftvoll mit Trommel und Klangschale das Herz-Sutra (lasen auch seine Übersetzung) und dann sang eine Schülerin auf Mataji’s Bitte das ‚Om Tare Tuttare Ture Soha‘ noch einmal – ganz allein und mit glasklarer Stimme – und berührte damit unsere Herzen.

Nach dem Fest verspürten viele von uns einen tiefen Frieden und ein sanftes Glück – wir hatten einen lebenden Buddha geehrt und somit den Segen eines lebenden Buddha empfangen.

Schüler im Tempel vor dem aufgelösten Blumen-Mandala

Am Sonntag Morgen, als letzten Akt des Festes, zerstörte Mataji das Blumen-Mandala, indem sie alle Blütenblätter vermengte. So ist es Tradition bei den Buddhisten um sich zu vergegenwärtigen, dass der Moment nicht festgehalten werden kann und nichts Bestand hat außer dem Jetzt.

My button

5 Kommentare

  • Karishma - 3. Juni 2013 reply

    Das Vesak Fest mit Mataji war gepraegt von Matajis bedingungsloser Liebe zu allen ihren Schuelern, jedem einzelnen. Jeder hatte die Chance, sich mit dem Buddha in sich zu verbinden, den Mataji gruesste, jeder bekam von Mataji einen Schal umgelegt und empfing Matajis Segen und Darshan, als sie ihre Haende auf den Kopf jedes Schuelers legte. Das war fuer mich ein Moment, wo ich alles los lassen konnte, alles in ihren Schoss legen durfte. Von der tiefen Erfuellung bin ich getragen, unwiderbringliche Momente, die mich nicht verlassen, sondern mich auf meinem Weg bestaerken, mein Ziel klarer definieren und mein Herz offen sein lassen.

    hariom - 4. Juni 2013 reply

    Lieben Dank, Karishma, dass du dein Erleben mit uns teilst.

  • Nirmaladevi - 8. Juni 2013 reply

    Als ich am Vesak-Fest den Tempel betrat, um einen Gebetsschal zu erhalten, den ich dann meiner Meisterin geben konnte, blieb ich in der Tür stehen, um wahrzunehmen, in welche unglaubliche Schönheit ich da eintrat: Ganz vorne war Mataji auf dem geschmückten Tucket und in Matajis Gegenwart nahm ich die Puja mit Buddhas Bild, den ganzen Tempel in einer Feierlichkeit wahr, die vollkommen erhaben war.
    Die Khatak in den Händen haltend, wartete eine lange Reihe Menschen geduldig auf den Moment, an dem jeder den Khatak als Symbol seiner inneren Bereitschaft seiner Meisterin übergeben würde.
    Dies war ein völlig anderer Raum, als der, den ich im Alltag erlebe – als bliebe die Zeit stehen – es gab nichts zu tun, nichts zu erreichen. Mit dieser unvergleichlichen Ruhe und Zärtlichkeit, die ich so nur bei meiner Meisterin erlebe und die bedingungslos jedem einzelnen galt, nahm Mataji den jeweiligen Gebetsschal entgegen und berührte behutsam den Kopf desjenigen, der gerade bei ihr war. Als auch ich meinen Kopf in Matajis Schoß legte, trank ich durstig von diesem Gefühl, ganz angenommen zu sein, ungeachtet aller Fehlerhaftigkeiten.
    Es gibt ihn wirklich, den Frieden, nach dem ich mich so sehne! So sieht er aus, so fühlt er sich an, so klingt er, wie am Vesak-Fest mit meiner Meisterin!

  • Krishnamurti - 12. Juni 2013 reply

    Was so schön war bei diesem Vesak Fest, das war für mich dieses Eintauchen in ein tieferes Bewusstsein, jenseits der alltäglichen Stimmungen. Einerseits erlebte ich eine innere Leere in mir ganz bewusst, gleichzeitig ergriff mich eine Sehnsucht nach genau dem Gegenteil. Und so, getragen von dieser Sehnsucht, sog ich alles tief in mich auf was geschah: das Singen der buddhistischen Mantra, die schönen und einfachen Begegnungen mit Mataji, das Blumen-Mandala, Mataji`s Präsenz.

    Karishma - 12. Juli 2013 reply

    Das sind wunderschöne Worte für ein tiefes Erleben! RAM RAM

Schreibe einen Kommentar

Related Posts