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Neues aus dem Ashram

Wozu der lebende Meister?

Darshan vom 10. November 2012, den Mataji in ihrem Ashram Ayodhya gab.

„Ich habe immer geträumt von dieser Liebe, die nie vergeht. Allerdings wusste ich lange Zeit auch nicht, dass ich sie allein in mir finden würde.“

Von ganzem Herzen möchte ich euch begrüßen zu diesem heutigen Darshan, möchte euch daran erinnern, für diese kommende kurze Zeit alles Vergangene und auch alles, was vielleicht sein wird, alles Zukünftige einfach einmal loszulassen. Dazu gehören auch etwaige Erwartungen, Vorstellungen und Hoffnungen. Neulich schrieb ich an einen Schüler, dass man zu einem Meister am besten mit leeren Händen kommt.
Bei meinem letzten Darshan hier in Berlin sprach ich über die Wahrheit, die darin besteht, dass das Leben als solches völlig bedeutungslos ist, es an sich und von sich aus keinerlei Bedeutung hat. Es liegt an uns Menschen – jeder für sich – seinem Leben die Bedeutung zu geben, die er sich von ihm wünscht und die er haben möchte für sein Leben.

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Baba’s Familie zu Besuch

Am vergangenen Sonntag, nachdem das wundervolle Shivaratri-Fest am Vormittag zu Ende gegangen war, besuchte ein junger Mann aus Indien mit seiner Freundin den Ashram Brindavon um an der Abend-Aarti teilzunehmen.

Wir waren überrascht und freuten uns sehr als er erzählte, seine Familie stamme aus dem Dorf Neeb Karori und sei mit Sri Neem Karoli Baba verwandt. Seine Großeltern sprachen immer davon, wie Baba oft ihr Haus besuchte und sein Vater hatte ihn gebeten, dass wenn er in Deutschland sei, er unbedingt den Ashram in Ulm besuchen müsse.

Beide hatten nur einen Moment Zeit, da sie weiterreisen mussten und so entstand gleich im Eingang des Ashram Brindavon dieses Foto von Ihnen und von uns Allen vor Baba’s Bild als Erinnerung.

Mit viel Prasad von MA verließen sie den Ashram und wir freuen uns schon jetzt auf ihren nächsten Besuch!

Reflexion zum Shivaratri-Fest 2017

Schon im Darshan am Freitagabend holt Mataji uns in den Moment – mit der Bitte, uns dem Shivaratri-Fest ohne Vorbehalt zu öffnen.

Am Samstagmorgen liest unsere Meisterin aus dem „Tiruvasagam“, einer einzigen Hymne auf den unvergleichlichen Gott Shiva:

„Auf dieser Erde verstellte ich mich und sprach nur Lügen. Die Verblendungen von ‚ich‘ und ‚mein‘ bissen mich.

Wie aus tiefen Schnittwunden brachen meine Taten hervor. Ich tobte deswegen und irrte überall umher.

Doch Shiva ergriff mich, Seinen Diener, und blieb vor mir stehen. ER, der kostbarste König, der in den berühmten Veden gesucht wird.

ER gab mir wiederholt Schläge und ließ mich die süßesten Dinge kosten. Dies große Wunder verstehe ich nicht.“Tiruvasagam, Hymne 41 „Das Wunder“, Vers 3

Mataji leitet anschließend – seit vielen Jahren das erste Mal – einen Kirtan zu Shiva, der in immer größere Extase aufbricht, die MA an einem Punkt ganz unvermittelt mit einer süßen Geste zähmt, indem sie Ihren Finger an die Lippen legt. Als Mataji den Tempel verlässt, ergreift ein Schüler vor Freude lachend ihren Arm.

Am Abend führt Mataji uns an ein neues Erleben der Shiva-Kraft heran, indem Sie zu uns sagt:

„Selbsterkenntnis ist darin einzigartig, dass das erkennende Selbst, selber das erkannte Selbst ist.

Diese Unterweisung führt euch an den Rand eures Denkens – und noch ein Stück darüber hinaus! An diesem Punkt aber müsst ihr ablassen von eurem Verstand, wollt ihr euch diesen Worten gänzlich öffnen.

Dieses Loslassen vom eigenen Verstand lässt sich mit einem jungen Vogel vergleichen, der am Rande des Nestes sitzt und von ihm ablassen muss, will er fliegen. Wie dieser kleine Vogel werdet auch ihr erst im Loslassen eures Verstandes erkennen, dass ihr fliegen könnt!

Diese Kraft, sich selbst mittels des Verstandes so weit hinaus zu denken, dass man nur noch von ihm ablassen kann – das ist diese herrliche Shiva-Kraft, die in allen Wesen lebt!“

Und dann schenkt MA wieder diesen kostbaren Moment – das geschieht wirklich nur einmal im Jahr – in dem sie die Stirn eines jeden mit einem Shiva-Tilak schmückt. So „gerüstet“ feiern wir eine wundervolle Aarti zu unserer Meisterin, in der wir Sie als den lebendigen Shiva ehren. Das Singen klingt außerirdisch!

Mataji bringt das Shivaratri-Fest im Darshan am Sonntagmorgen noch einmal zu einem Höhepunkt, indem Sie – einer CD lauschend, auf der nur prasselnder Regen zu hören ist – mit uns in eben diesem prasselnden Regen sitzt. MA ruft: „So wie früher!“