SatsangBrief - Januar
Im Januar fanden zwei Bhakti Wochenenden und ein Seva Wochenende statt. Chela berichten über ihr Erleben in der Gegenwart unserer Meisterin und während des Übens von Seva.
An diesem Wochenende hat Ma uns die Jahreslosung für das Jahr 2026 gegeben.
In Bezug auf die Jahreslosung habe ich Ma gefragt, worin mein aktiver Beitrag besteht. Mas meisterliche Worte waren für mich erhellend und ich möchte diese Worte gerne teilen. Ma schreibt:
Namaste
dein aktiver teil liegt im wirklich loslassen, nicht nur darüber sprechen.
So darf ich meine Aufmerksamkeit auf den letzten Satz der Jahreslosung richten. Mich in dieses Loslassen hineinzufühlen, ist meine Aufgabe. Loslassen der beengenden Gewohnheit, alles und jedes mitzutragen, zu sammeln, obwohl es beschwert. Mit Ma ist ein Neuanfang möglich, der befreit und tröstet. Ich darf getrost loslassen. Wie wunderbar eine Meisterin zu haben, die mir einfach so in den Alltag hinein eine Mail sendet und damit Licht in mein Leben bringt.
Chandrika
Nachdem Ma uns am Samstagvormittag zu unserer großen Freude eine Jahreslosung für 2026 gegeben hatte, gab sie am Abend einen sehr intensiven Darshan für alle, in der Kirtanhalle. Zunächst ging es um die Jahreslosung, darum alles, was war, zurückzulassen, das Gute und auch das weniger Gute gleichermaßen. Ma sagte, für sie existiere das Jahr 2025 bereits wie nicht mehr, und sprach auch von dem Buch „Die Vermessung der Welt“ über den großen Entdecker Alexander von Humboldt, von dem es heißt, er habe etwas, das ihm nicht gelungen ist, in der gleichen Minute noch vergessen und einfach weitergemacht – und ist so in die entlegensten Gegenden vorgedrungen. Unsere Meisterin nannte das „bewusstes Verdrängen“ und forderte dazu auf, uns darin zu üben, in der Begegnung mit ihr. Wenn eine Begegnung in meinen Augen nicht so zufriedenstellend verlaufen ist, nicht daran festzuhalten und damit die nächste zu überschatten, so dass die Vergangenheit immer die Zukunft bestimmt, sondern uns im „bewussten Verdrängen“ zu üben, jeden Moment neu anfangen zu können.
Ich versuchte, mich diesem neuen Denken zu öffnen, dabei schien es mir im Laufe von Ma’s Darshan als würde die Luft dichter, als könnte ich auch schlechter sehen. Zunächst schob ich es auf eine Art Müdigkeit, erinnerte mich aber an frühere Darshan, auch im Ashram Brindavon, bei denen es mir ebenso ergangen war. Zum Glück schrieb ich meiner Meisterin über dieses Erleben und fragte, ob es sein könnte, dass es wirklich dichter wird, weil es ein völlig neues, ungewohntes Denken erfordert, ihr zu folgen. Und Ma antwortete:
namaste
doch, es kann sich dichter, näher und sogar bodenlos anfühlen, alte grenzen des denkens sprengen zu können. oder auch nur eine solche möglichkeit zu fühlen.
In tiefer Dankbarkeit für diese Reise in die entlegenen Gegenden meines menschlichen Seins.
Himalaya
In ihrem Darshan zur diesjährigen Jahreslosung sprach Ma davon, dass wir alles zurücklassen können; die unangenehmen und schmerzhaften Erfahrungen bewusst verdrängen, waren Ma’s Worte, und auch die schönen Erlebnisse zurücklassen, um unbelastet und frei zusammen weiterzugehen. Das hat mich berührt und ich freue mich auf die kommende Zeit. Ma erzählte von ihrem Besuch im Rodin Museum in Paris und beschrieb eine Skulptur von einem tanzenden Paar, das sich aus einem Stein empor erhob. Diese Skulptur kenne ich nicht, aber bestimmt hätte ich sie nicht so wahrgenommen, wie Ma sie beschrieb. Bücher, Kunstwerke, Musik, Filme in Ma’s Gegenwart erhalten neue tiefere Aspekte, die menschliche Hingabe und schöpferische Kraft, die Liebe, aber auch menschliche Abgründe lässt Ma mich in diesen Werken erkennen. Auf solche erhellenden und erfüllenden Momente hoffe ich und freue ich mich, will offen und empfangsbereit sein, für was immer meine Meisterin mir schenkt. Und wenn dieser innere Quälgeist mich an unangenehme Momente, in denen ich mich verirrt hatte und meine Meisterin mich zurückgeholt hat, erinnern will, in die Vergangenheit zurückziehen will, schiebe ich ihn, ohne zu zögern zur Seite und denke diese hellen Gedanken, so wie es auf dem Kalenderblatt für den Monat Januar steht.
Karishma
Am vergangenen Seva-Wochenende sind wieder viele Schüler und auch Besucher in den Ashram Brindavon gekommen, um sich gemeinsam zu beteiligen am Seva. Einzelne Bereiche werden gründlich sauber gemacht, das Treppenhaus bekommt einen neuen Anstrich und in der Ashram-Küche bereitet ein größeres Team das köstliche Prasad zu, das alle stärkt und nährt. Ich liebe die Stimmung im Ashram an solchen Tagen. Wir beginnen den Tag mit einer Übung, die Ma uns gegeben hat: im Tempel kommen wir zusammen und aufrecht stehend widmen wir uns für fünf Minuten der Stille. In einer Welt, die ich oft als lärmend empfinde, erlebe ich diese Stille im Tempel als einen starken Gegenpol.
Über den Tag hört man immer einmal wieder Lachen und Heiterkeit, aber mir ist es, als ob die Stille alles umfängt und trägt.
Am Abend bei der Aarti ist es für mich, als ob wir Baba Dank sagen für all die gelungenen Werke dieses Tages, große und kleine – gewidmet dem höheren Selbst, ohne etwas dafür zurückzuwollen. Und was sollte ich auch zurückwollen? Diese Tage sind ein einziges Geschenk.
Nirmaladevi
Lange habe ich die von meiner Meisterin geschmückte und gesegnete Jahreslosung heute in den Händen gehalten und betrachtet. Aus jeder Farbwahl, jedem Strich, jedem Muster, dem RAM und dem Jai Ma auf dem Rahmen der Jahreslosung spricht zu mir Ma’s vollkommene Hingabe an den Moment. So erreichen mich Ma’s Worte direkt im Herzen, die mit dem Satz schließen:
„Getrost lasst alles zurück“.
Dieser Aufruf ist für mich wie eine Erneuerung, alles zurückzulassen: das nicht so Gute und auch das Gute – wie ich von Ma lerne – wirklich alles, was war, um neu zu beginnen in diesem jetzigen Moment.
Mahavira
Im Darshan im kleinen Kreis spricht Ma mit uns über die heftigen Veränderungen im Äußeren, die wir alle täglich in den Nachrichten sehen können und wie viele scheinbare Gewissheiten sich vor unser aller Augen auflösen. Ma spricht darüber, wie man diese äußere Dunkelheit nutzen kann für den spirituellen Weg, indem man diese als Antrieb nutzt, sich immer mehr und mit aller Kraft dem inneren Licht zuzuwenden, dem Einzigen, was wirklich Bestand hat, auch über den physischen Tod hinaus! Und ich erlebe Ma’s Worte als unglaublich ermutigend. Was mich in diesem Darshan besonders berührt, ist, wie Ma innerlich strahlt, vor Liebe und Glück und es ist für mich deutlich spürbar, dass diese Liebe und dieses Glück nicht an irgendeine Ursache gebunden sind. Ma ist diese Liebe, Ma ist dieses Glück!
Vasudeva
Am Freitagabend sagte der Pujari, dass Ma im Ma-Kutir ist und die Jahreslosungen schmückt, während wir Kirtan singen. Es fühlte sich für mich sehr schön an, dass Ma so nahe mit uns ist und zu meiner großen Freude konnten wir eine der wunderschönen Jahreslosungen schon am nächsten Tag erwerben.
Als Ma mit uns am Samstag und Sonntag meditierte, stellte ich mir vor, Ma’s Liebe in mein spirituelles Herz zu atmen und mein Herz wurde mir immer leichter. Im kleinen Kreis erzählte Ma von den Anfängen mit den ersten Chela und dem unvorstellbaren Erwerb und Sanierung des Gebäudes für den Ashram Brindavon. Ich liebe Ma’s lebendige Art zu erzählen, ich erlebte es, als wäre ich dabei gewesen. Am Sonntag verteilte Ma zum Abschluss Prasad und wir durften Pranam zu Ma’s Füßen machen - ich hatte dabei das Gefühl, in Ma’s Liebe zu baden.
Jetzt, wieder zuhause, tauche ich innerlich immer noch in Ma‘s Liebe ein, sobald ich innehalte.
Jayanti
Im Februar feiern wir das Fest zu Ehren Shivas - Shivaratri.
Ende Februar gibt unsere Meisterin ein Retreat für ihre Chela im Ashram Brindavon. Darüber berichten wir im SatsangBrief für den Monat März.