SatsangBrief - März

In diesem SatsangBrief für den Monat März berichten wir über das Festwochenende, an dem wir am Karfreitag Hanuman Jayanti gefeiert und 108 Mal die Hanuman Chalisa durch die Nacht gesungen haben. Viele Menschen sind gekommen, um Hanuman zu ehren und haben über die vielen Stunden aus ganzem Herzen mitgesungen und es wurde zu einer Nacht großer Freude, von der einige Chela ihr Erleben beschreiben. Am Ostersonntag saßen wir früh morgens am Feuer im Dhuni in Stille zu Füßen unserer Meisterin. Wie diese heilige Stille sie berührt hat, berichten nachfolgend einige Chela. Anschließend haben wir den Film „Bruder Sonne, Schwester Mond“ mit Ma angesehen, ein Film, den wir schon seit vielen Jahren zu Ostern schauen und der doch immer wieder neu ist.

Auch in diesem Jahr singen wir wieder in Gegenwart unserer Meisterin 108 Mal das heilige Mantra Hanuman Chalisa. Es ist mir, seit ich es im Ashram lernen durfte, sehr ans Herz gewachsen. Getragen von Mas Gegenwart entstand ein geradezu magischer Klangteppich, äußerst kraftvoll, lebendig, aufgeladen mit der Hingabe der vielen Menschen, die an diesem Fest anwesend waren. Für mich war es wie ein Tor in mein Herz, aus dem eine Freude heraussprudelte, die ich in Zeiten der vielen Krisen und Kriege in dieser Welt kaum noch im Alltag erleben kann. Hier beim Singen in Mas Gegenwart kann ich mich in einer Weise mit allen Anwesenden verbunden fühlen, die mir sonst schwerfällt. Keine Müdigkeit erfasst mich im Laufe der Nacht, sondern einfach nur Dankbarkeit für das, was in der Begegnung mit Ma möglich und in Worten kaum zu beschreiben ist.

– Jahnavi

Hanuman Jayanti - das Singen der 108 Hanuman Chalisa durch die Nacht.
Ma ist bei uns und singt aus voller Kraft. Meine Hände spielen die Trommel und die Zeit verschwimmt. Das Singen mit so vielen Menschen ist voller Ekstase. Doch da ist auch diese Stille, die alles Laute, alles Äußere durchzieht. In Mas Gegenwart kann ich sie immer wieder fühlen.

Ostern - am frühen Morgen vor Sonnenaufgang am Dhuni. 
Ma sitzt mit uns am heiligen Feuer. Die Vögel besingen den anbrechenden Tag. Wieder ist da dieselbe Stille.Ma schenkt uns allen ihren Segen, gibt etwas Osterwasser auch in meine Hände und ich trinke den Segen meiner Meisterin in dieser alles durchdringenden Stille.

– Mahavira

Die Kirtanhalle war gefüllt mit vielen Menschen, als wir an Hanuman Jayanti nach der großen Aarti 108 Mal das heilige Mantra - die Hanuman Chalisa - im Sein mit unserer Meisterin sangen. Viele Menschen gehen während des Singens einzeln zu Ma und verbeugen sich ehrfurchtsvoll. Die Energie von Ma - Mas Liebe - war deutlich spürbar, ein Gefühl des Zusammenseins mit allen im Raum und ein Gefühl der Auflösung.
Beim Osterfest sitzen wir zuerst mit Ma am heiligen Feuer in Stille und anschließend verteilt unsere Meisterin das Osterwasser an uns alle. Während Ma mir das Gefäß mit dem Osterwasser am Ende gab, um es auf die Seite zu stellen, fühlte ich intensiv Mas unerschöpfliche Liebe. Seitdem kann ich die Liebe von Ma mehr in mir annehmen.

– Anasuya

Beim Singen der Hanuman Chalisa durch die ganze Nacht erlebte ich meinen spirituellen Weg noch einmal. Immer schon war ich auf der Suche nach Wahrheit und dem Sinn des Lebens. Zuerst versuchte ich den philosophischen Weg, merkte aber, dass über die reine Vernunft keine metaphysischen Aussagen getroffen werden können. Ich stieß an eine unüberwindliche Grenze!
Diese führte mich aber zu verschiedenen Meistern, bis ich zu Ma fand.
Ma überschreitet diese Grenze des Verstands, begleitet mich seit vielen Jahren und führt mich - so habe ich es in dieser Nacht erlebt - in einen Tempel, der leuchtet, wie ein Königspalast. Am Ende des Singens wusste ich: Ich bin am Ziel angekommen - in strahlendem Licht.

– Nataraj

Nur durch Dich, mit Dir, in Dir erlebe ich die wunderbaren Eigenschaften und Kräfte Lord Hanumans, wie dem inneren Ringen standhalten, der treuen Verbundenheit und dem Vertrauen auf den Sieg in scheinbar aussichtsloser Situation, Sita zu finden, zu retten und auf die Möglichkeit der Vereinigung mit dem Göttlichen zu hoffen.

In diesem Geist erbitte ich, mit Dir in Verbundenheit diese Nacht das heilige Mantra zu singen und zu durchwachen

Diese Bitte an Ma erlebte ich in dieser glorreichen Nacht als gewährt.

Ich fühlte im gemeinsamen Singen einen stetigen Strom des Gewahrseins. Das Singen der Hanuman Chalisa in Mas Präsenz mitten unter uns formte wiederkehrende Wellen von Energie.

Jede Welle ließ Devotees, Besucher und Chela vor unsere geliebte Guruma treten und sich in tiefer Verehrung des manifestierten Lord Hanuman zu Mas Füßen zum Pranam verneigen. Es war mein Gefühl, dass alle in dieser heiligen Nacht durch Ma das fanden, was in ihren tiefsten  innersten Herzen in diesem Moment lebte. 

– Mirabhai

Das Singen von 108 Hanuman Chalisa durch die Nacht in Mas Gegenwart ist für mich ein spirituelles Highlight im Jahreskreis der Feste, die wir im Ashram feiern. Ich freute mich schon Tage vorher auf dieses Fest, bei dem wir einmal über sehr lange Zeit in Mas Nähe sein können. Nach der festlichen Aarti zu Lord Hanuman zu Beginn des Festes, bei der alle das Licht darbringen durften, begann in Mas Gegenwart das Singen und ich tauchte ein in den ununterbrochenen Fluss, wo sich eine Hanuman Chalisa ohne Unterbrechung an die andere reiht. Von Anfang an kraftvoll und entschlossen – wie Hanuman - ertönte aus dem weit über hundertköpfigen Chor der heilige Gesang zu Ehren des großen Hanuman, dessen unvergleichliche Taten, seine Hingabe an Gott Ram und seine grenzenlose und bedingungslose Liebe darin besungen werden. Die Kraft, die Hanuman innewohnt, sich einer Aufgabe zu stellen, ohne vorher zu wissen, ob sie gelingen wird, ist für mich greifbar in der Kirtanhalle zu fühlen. Der magische Gesang, den alle tragen und der uns alle in Mas Gegenwart trägt, lässt in keiner Sekunde auch nur einen Deut nach. So fliege ich und, wie mir scheint auch alle anderen, durch diese Nacht, in unserer Mitte immer Ma, die der Ursprung dieser Hanumankraft und das Ziel unseres Singens ist. Welch ein Segen! 
Jai Hanuman! Jai Ma!

– Hanuman

Ma sieht mit uns den Film “Brother Son and Sister Moon”. Schon viele Male durfte ich in der Gegenwart von Ma diesen Film sehen. Dieses Mal ist mir besonders im Herzen geblieben, wie es ist, wenn jede/r auf seine eigene Weise dem anderen dient, bedingungslos. So die Menschen glücklich sind, in Frieden leben. Es berührt mich sehr, bringt dieser Teil des Films mich wieder in Kontakt mit der Sehnsucht, genauso zu handeln, zu leben. Es umfängt mich eine Traurigkeit, dass ich noch nicht so lebe und ein Vertrauen, eine Zuversicht, dass ich an der Hand meiner Ma in Ihrer Liebe immer mehr lerne, genauso zu leben.

– Parvati

Mit Ma am Duni-Osterfeuer vor Sonnenaufgang zusammen sitzen: Heilige Stille, die nur vom Gesang der Vögel, einem Windhauch, dem Knistern des Feuers getragen wird. Ma´s Gegenwart ist wie ein stiller Sonnenaufgang im Herzen, der mich erhebt und weitet und mich meine Sehnsucht fühlen lässt, dem Göttlichen immer näher kommen zu wollen. In Mas Nähe vibriert die Stille, die Vögel lobpreisen Gott und über allem schwebt feiner Goldstaub.

– Taravati 

Früh am Morgen des Ostersonntags sitzen wir zu Füßen unserer Meisterin rund um das heilige Feuer im Dhuni. Zu Beginn eine ganze Weile in Stille. Die Nacht wird zu Tag, die Vögel singen und das Feuer knistert. Dann singen wir das Lied „Take my Life, it’s all for Thee” (Nimm mein Leben, Jesu, Dir übergeb‘ ich’s für und für). Ich fühle diesen tiefen Wunsch in mir, mich hinzugeben, loszulassen, einzutauchen. Schon seit vielen Jahren verteilt Ma danach das von ihr gesegnete Osterwasser. Aus einem Lota bekommt jede/r Chela einen Teelöffel von diesem Wasser in die zu einer kleinen Schale gewölbte Handfläche. Langsam gießt Ma auch in meine Hände das heilige Wasser, ich sehe förmlich die Liebe fließen, trinke das Wasser und lege meine feuchte Hand auf meine Stirn, auf mein inneres Auge, auf dass ich mich erkennen möge.

– Karishma

Im nächsten SatsangBrief berichten wir über das Bhaktiwochenende mit unserer Meisterin, das am 17. und 18. April stattfindet, und für jeden Menschen, der kommen möchte, eine Gelegenheit bietet, Ma zu begegnen, vielleicht eine ihr oder ihm am Herzen liegende Frage zu stellen oder in Stille Mas Darshan zu empfangen. Am Wochenende vom 1. Mai feiern wir Vesakh, das jährliche Fest zu Ehren Buddhas, an dem wir buddhistische Mantren rezitieren und singen und jede/r sich am Legen eines Blumenmandala beteiligen kann. Auch werden noch einige Chela über ihr Erleben an Hanuman Jayanti und am Ostersonntag berichten.