SatsangBrief - April
Anfang des Monats haben wir Hanuman Jayanti und Ostern in der Gegenwart unserer Ma gefeiert und bereits in der letzten Ausgabe darüber berichtet. Im Folgenden haben jedoch noch einige Chela im Laufe des Monats ihr Erleben an diesem Wochenende beschrieben. Am 12. April haben einige von Mas Chela und Mitglieder des Fördervereins eine Versteigerung organisiert, um Spenden zu sammeln für den kleinen neuen Tempel, der gerade im Garten des Baba Mandir gebaut wird und einen Teil von Babas Asche bewahren wird. Hierüber berichten zwei Schülerinnen.
Ab 5 Uhr durften wir in das Sri Neem Karoli Baba Mandir kommen und wurden in Stille und mit zauberhafter klassischer Musik im großen Tempel empfangen. Ma empfing uns dann alle draußen im Dhuni am Feuer. Es war noch dunkel, das Feuer loderte und knisterte und in Stille saßen wir mit Ma um das Feuer und ganz zauberhaft sang eine Amsel zur Morgendämmerung.
Jeder durfte dann zu Ma und von ihr das Osterwasser empfangen.
Als Ma dann wieder in den Tempel ging, flog in dem Moment, als Ma unter das Vorzelt trat, eine Amsel in einem Bogen unter dem Zelt an ihr vorbei, wie wenn sie Ma begrüßen wollte. Das empfand ich wie ein Wunder. Und Ma blieb auch im gleichen Moment stehen, sah die Amsel und auf die Arbeit am neuen Baba Tempel.
Zum Abschluss wünschte uns Ma mit lauter Stimme den unvergleichlichen Frieden, der war, der ist und der immer sein wird. Das hat mich tief berührt.
Gitapriya
Ma sprach zu uns darüber, wie sie als junger Mensch durch ihre Begegnung mit Sri Neem Karoli Baba einen Zugang fand zur christlichen Bilderwelt, diese Bilderwelt als ein Ausdruck und eine Veranschaulichung innerer Prozesse gesehen und erlebt werden kann, eine Sichtweise, die mich in ihrer Schönheit immer wieder begeistert. Obwohl ich diese und ähnliche Worte von Ma schon oft gehört habe, hörte ich sie dieses Mal wie zum allerersten Mal, vollkommen neu – gebannt und voller Neugierde wollte ich keine einziges Wort meiner Meisterin verpassen, ihre Worte nährten etwas tief in mir, den Wunsch danach zu lernen, ein wirklich erfüllter Mensch zu sein mitten im Alltag.
Krishnamurti
ist für mich jedes Jahr erneut ein Fest, auf das ich mich sehr freue, weil wir über die ganze Nacht in der Gegenwart unserer Ma sein dürfen, und doch ist es stets so, das es meinen ganzen Mut braucht – im Grunde eher vor dem Fest – die Bedenken – gelingt es mir durch die Nacht innerlich wach und beteiligt, fühlend und präsent mit meiner Ma zu sein oder halte ich einfach eher nur durch? Immer ist da die Sehnsucht mich mitnehmen lassen zu können, mich vom Göttlichen berühren und nähren zu lassen.
Als ich zu Beginn des Festes die Kirtanhalle des Baba Mandirs betrat, war ich überwältigt und freute mich so sehr darüber so viele Menschen zu sehen – so viele Menschen, die so wie ich angereist waren, um die ganze Nacht zu Hanuman zu singen.
Im Verlauf des Abends und der Nacht, erlebte ich zutiefst erleichtert, wie die Gegenwart des Meisters uns alle in eine „Spur“ führte, wie anstelle der Sorge immer klarer die Präsenz des Meisters, das Singen zu Hanuman, das Wiederholen des Mantras mich innerlich sortierte, die Ausrichtung dadurch umso stärker wurde. Als würde Ma uns alle einsammeln und uns zu unserem Platz leiten. Und jeder Schüler, jeder Besucher, der während des Singens vor Ma trat, um sich in Verehrung zum Pranam vor Ma zu verbeugen, unterstrich dieses Erleben für mich noch einmal.
Jai Sri Mata Durga!
Rajani
Am Freitag üben wir uns in der Herz Chakra-Meditation, danach gibt Ma jedem Einzelnen Prasad. Ich mache Pranam zu Ma, berühre des Meisters Füße, atme aus, lasse alles los, alles ist gut. Dieses Erleben trägt mich durch den Samstag, an dem ich nicht im Ashram bei Ma sein kann. Am Sonntag kommt Ma in die Kirtanhalle singt mit uns Kirtan zu Krishna – was für ein Moment. Ich habe das Gefühl das Dach des Baba Mandir öffnet sich und alle fliegen mit Ma in den Himmel. Wieder verteilt Ma Prasad. Völlig unerwartet ist da eine Herzensfreude in mir, mein Zuhause in Ma gefunden zu haben, ich brauche nicht mehr suchen.
Parvati
Wieder und wieder bin ich abgelenkt, spüre die Ödnis meines Gedankenstroms und sehne mich nach einem Gefühl des Erfülltseins. So wende ich alle möglichen Strategien an, um ins Singen zu kommen. Doch die Gedanken gewinnen immer wieder die Oberhand. Unvermittelt denke ich plötzlich an Ma, wie Ma das Göttliche für uns erfahrbar macht, und es überkommt mich große Liebe. Das Mühen, das einfach nur technisch war, bricht wie eine Hülse auf, und ich schwimme in Hingabe dahin. Als Ma dann kommt und mit uns singt, perlt alles, was mich eben noch beschäftigt hat, an Mas Stimme ab: „Das ist alles so unwichtig“, denke ich aufatmend. Staunend vernehme ich diese unbeschreibliche Stimme und gelange zum Herzen des Kirtan.
Devadasi
Letztes Bhakti-Wochenende schenkte uns Ma innige Begegnungen und in Ma‘s Gegenwart hatte ich das Gefühl, alles ist endlich gut, – es war ein inneres Gefühl ganz unabhängig von dem, was in der Welt im Außen stattfindet.
Im kleinen Kreis konnten alle, die das wollten, Ma eine Frage stellen. Die kleinen Kreise erstreckten sich insgesamt über Stunden, Ma schenkte dennoch jeder und jedem ihre volle Aufmerksamkeit und liebevolle Zuwendung – als hätte Ma den ganzen Tag nur darauf gewartet diesen Menschen zu treffen und mit ihm oder ihr zu sprechen. Dies beeindruckte und bewegte mich zutiefst und weckt den Wunsch in mir, selbst zu einer solch liebevollen und aufmerksamen Zuwendung fähig zu werden.
Jayanti
Am Bhakti-Wochenende, als Ma an alle, die sich das wünschten, Prasad verteilte, erlebte ich Ma‘s Liebe wie zum Anfassen. Einzelnen sagte Ma: „Ich liebe Dich.“ „Und Dich auch.“ Und für mich war das Universelle in diesen Worten spürbar: Ma könnte das allen Menschen sagen, bedingungslos und aus tiefstem Herzen. Es war, als wäre der ganze Raum geflutet mit göttlicher Liebe.
Immer wieder erinnere ich mich jetzt im Alltag daran, dass diese Liebe immer da ist und uns alle umhüllt. So über jeden Zweifel erhaben hat sich Ma‘s Liebe für mich angefühlt. Ohne Ma’s direkte körperliche Präsenz ist es noch eine Erinnerung, aber sobald ich Ma wieder begegnen kann, wird diese Liebe wieder zur greifbaren Realität. Für mich ist dies ein weiterer Ausdruck der Gnade des lebenden Meisters.
Nirmaladevi
Ich kam, erschöpft von meinen Aufgaben in der Woche, müde und ja, auch sehnsüchtig zum Darshan am Freitagabend. Schon auf dem Weg vom Parkplatz zum Baba Mandir begrüßt mich der Duft der Incense und mit jedem Meter, den ich gehe, darf ich lauschen und spüren, ob Ma da ist, das ist nicht selbstverständlich. Die Stille empfängt mich und mehr und mehr darf ich in meinem Herzen, innerlich „Zuhause“ bei Ma ankommen. Wir feiern die Aarti. Ma ist da. Ma wird heute im Ma Kutir, im Darshan Zimmer, Prasad verteilen! Eine völlig unerwartete Freude! Das Bhakti Wochenende beginnt mit einer so innigen Begegnung mit Ma und ich habe das Gefühl, wir bleiben jetzt einfach für ganz lange mit Ma, es ist so innig, als wären wir alle zum Retreat angereist. Jeder darf Ma in einem kleineren Kreis eine Herzensfrage stellen. Im Darshan ist es lebendig, nah, berührend und von einer warmen Stille. Ich traue mich, mich Ma etwas mehr zu zeigen und stelle Ma eine Herzensfrage, Ma’s Antwort ist sehr wichtig und befreiend für mich. Ich trinke Ma’s Liebe und denke immer wieder, mehr muss ich gar nicht tun, mehr nicht fühlen, als nur diese tiefe und große Liebe, die mich umfängt. Am Sonntag, als Ma jedem von uns Prasad in die Hände legt, fühle ich mein Herz seit langem wieder aufatmen.
Die Schönheit jeder einzelnen Begegnung zwischen Ma und meinen Gurubhai, wie Ma mit jedem Menschen, der zu Ma tritt, anders zärtlich und ermutigend ist, berührt mich sehr, erfüllt mich mit heller Freude und Dankbarkeit.
Rajani
Drei Mal durfte ich die Versteigerung eines heiligen Bildes zugunsten des Baba Mandirs erleben.
Für die erste im April 2023 hatten wir, das Organisationsteam, als Form die amerikanische Versteigerung gewählt, bei der immer nur 5 € geboten werden per virtuellen Hand heben in einem Zoom-Meeting und der jeweilige Bieter jedes Gebot zu bezahlen hat, unabhängig davon, ob er/sie das Bild am Ende tatsächlich bekommt. Durgamayi Ma hatte uns ein wundervolles handgerahmtes Mandala aus Indien gegeben, dass lange in ihrem Office gehangen hatte. Für uns Organisatoren, war das Ganze eine Herausforderung. Wir hatten keine Erfahrung aber die Vorbereitung hat uns viel Freude bereitet.
Bei der Versteigerung enthüllten wir das mit einer Kerze und einem Blumenstrauß dekorierte Bild feierlich. Wir waren gespannt: wie viele würden bieten, wer würde das Bild ersteigern, wie würde sich die Auktion anfühlen? Wir wurden freudig überrascht, unser Treiben zauberte ein Lächeln auf alle Gesichter und es wurde rege geboten. Satyarupa nahm das Bild mit einem strahlenden Gesicht entgegen.
Ein Jahr später gab Durgamayi Ma uns ein Bild von Lord Krishna, das lange im Ashram Ayodhya in Berlin gehangen hatte. Ich wünschte mir dieses Bild sehr und habe einfach geboten, was das Zeug hielt. Und dann erhielt ich tatsächlich den Zuschlag. Jetzt schaut Krishna mir über der Couch in meinem Zimmer entgegen und erinnert mich immer, an den Wagenlenker, der Krishna für uns ist und der sich für mich in der Form von Durgamayi Ma, meiner Meisterin, manifestiert, die mir den Weg weist. Dafür bin ich sehr dankbar.
Dieses Jahr hatte Durgamayi Ma uns ein wunderschönes Bild von Lord Hanuman gegeben, das lange in ihrem ersten Ashram in Radelstetten hing. Ma hat dieses Bild mit ihren Worten auf der Rückseite gesegnet. Die Versteigerung war wieder spannend, die Auktionatorin Rajani sorgte für eine spannende Grundstimmung. Den Zuschlag erhielten Bhagavan und seine Tochter Bharati mit ihrem letzten Gebot. Wir freuten uns alle sehr für sie.
Durch all diese Versteigerungen hat Durgamayi Ma uns mit ihrem Segen begleitet, war mit uns gespannt, wie es werden würde und hat mit großer Freude unseren Bericht über die gelungene Versteigerung entgegengenommen.
Narayani
Ma schrieb:
MA freut sich sehr - besonders all die fröhlichen gesichter bei der versteigerung zu sehen. und ihr seid ja echte profis geworden. herzlichen glückwunsch von eurer MA. das geld soll in BABAs neuen tempel fließen. dort wird es wirklich gebraucht. ramram MA
Ein Foto, das ich am letzten Bhakti Wochenende gemacht habe, zeigt den Bauzaun und ein Schild, das auf Babas neuen Tempel hinweist.
Als ich es später erneut betrachtete, wurde mir bewusst, dass ich zwar nicht weiß, wie der Tempel aussehen oder welche Veränderungen er mit sich bringen wird, aber ich spüre eine tiefe Freude darüber, dass Ma diesen Tempel zu Ehren von Baba ins Leben ruft. Ich schätze mich glücklich, diese Entwicklung nicht nur miterleben zu dürfen, sondern auch mit jedem Seva im Baba Mandir, die Freude im Herzen tragend, dazu beitragen zu können.”
Laxman
Den SatsangBrief für den Monat Mai veröffentlichen wir in Kürze. Im Monat Mai haben wir das Vesakh Fest gefeiert und einige Chela werden darüber berichten, was sie beim Singen der buddhistischen Mantras erlebten und über das Legen der großen Blüten Malas berichten. Für uns Chela ist der krönende Abschluss dieses Monats ein Retreat mit unserer Meisterin!