SatsangBrief – September
Auf Mas Anregung hin erscheint der SatsangBrief ab jetzt im Dreimonatsrhythmus zum Quartalsende.
In dieser Ausgabe berichten wir über das Guru Purnima Fest, das wir am Wochenende vom 31. Juli bis 2. August feierten. Dies war ein Höhepunkt des Monats und einige Schüler:innen beschreiben ihr Erleben an diesen festlichen Tagen. Anfang Juli fand ein Bhaktiwochenende statt. Zwei Chela beschreiben, wie sie dies wahrgenommen haben. Es wurde Kirtan gesungen und wir saßen in Stille mit Ma. Wir berichten auch über den Retreat, den Ma für ihre Chela Mitte August gab.
An Guru Purnima feiern überall auf der Welt spirituelle Schüler:innen ihren Guru und verehren und danken ihm. Es ist allen spirituellen Meistern und Meisterinnen der Vergangenheit und Gegenwart gewidmet, denn alle erfüllen dieselbe Mission, den Menschen zu seinem wahren, dem göttlichen Selbst zu führen. Auch wir Schülerin:innen ehren unseren Satguru, Sri Neem Karoli Baba, und unsere spirituelle Meisterin, Durgamayi Ma, weil sie – wie es im Guru Pranam so schön heißt – das Göttliche in der Welt für uns sichtbar macht. Und wir bringen an diesem Fest die Dankbarkeit zum Ausdruck, dass der Guru uns das Wahrnehmen des Göttlichen in ihm, in der Welt und in jedem Menschen zeigt.
Gegrüßt seist Du, mein Guru, der das Göttliche sichtbar macht, das die gesamte Schöpfung durchdringt.
Besonders berührte mich die Begegnung mit meiner Meisterin, als nach der Aarti zu Sri Neem Karoli Baba jeder zu Ma kommen konnte und aus Ma’s Händen Prasad empfing. Es war so, als ob alle Lobgesänge und Kirtan, die wir voller Inbrunst gesungen hatten, und die festliche Aarti, die wir zu unseren Meistern während dieses Festwochenendes gefeiert hatten, mein Herz geöffnet haben, und ich fühle meine ganze Sehnsucht und meine Hingabe an meine Meisterin und ich bin einfach glücklich, bin erfüllt. Meine tief empfundene Dankbarkeit lege ich Dir, Ma, zu Füßen.
Hanuman
Ma ist an Guru Purnima im Sri Neem Karoli Baba Mandir, als wir morgens Kirtan zum Guru singen – ♪ Jaya Bhagavan ♪ – was übersetzt Sieg dem Göttlichen in allen Wesen bedeutet. Die blaue Türe zum MaKutir ist noch geschlossen und als sie sich öffnet, können alle, die möchten, zu Ma kommen und sich zum Pranam verbeugen, der ehrerbietenden Begrüßung des Gurus.
Während ich in der Kirtanhalle singe, fühle ich schon die von Ma ausgehende Stille aus der geöffneten Türe fließen. Ganz allmählich beginnt sie, den ganzen Raum und mein Herz auszufüllen. In dieser Fülle verliert mein eckiges Sein der vergangenen Tage an Gültigkeit und löst sich schließlich ganz auf, als ich zum Pranam meinen Kopf zu Mas kühlen Füßen lege. Für diesen Moment existiert nur diese Berührung. Pranam zu Dir Ma!
Nandan
Wir singen Kirtan, feiern eine große Aarti zu Baba und zu Ma und es gibt ein wundervolles Bhandara. An diesem Guru Purnima können wir Ma oft begegnen.
Ein besonderer Moment für mich ist, als jeder Schüler und Besucher, der dies wollte, zu Ma in das sogenannte Darshanzimmer kommen darf – dies ist ein etwas kleinerer Raum neben der Kirtanhalle. Ma sitzt auf ihrem Takhat und hat die Augen geschlossen. Als ich zu Ma in das Darshanzimmer eintrete, ist es kühl und still und ich erlebe eine andere Ebene in dieser sonst oft so heißen und lauten Welt. Es ist wundervoll, für einen Moment alles hinter mir zu lassen und einfach in dieser kühlen Stille zu sein. Daran erinnere ich mich immer wieder.
Devarati
Beim Guru Purnima Fest fühle ich mich weder dankbar noch hingebungsvoll. Dabei bin ich dankbar, dass Ma mir einen Weg zeigt, ein sinnvolles Leben zu führen, mich immer und immer wieder an das Licht erinnert, mich liebt, auch wenn ich Fehler mache. Da erinnere ich mich an Mas Worte, dass man alles selber machen muss.
So schwenke ich das Licht vor Ma und sage mir innerlich, ich verehre Dich meinen Guru, der Du alle Menschen auf dieser Welt bedingungslos liebst. Beim Pranam zu den Füßen von Ma sage ich mir innerlich, ich verneige mich vor Dir, meinem Guru, und danke Dir von ganzem Herzen für Deine große Liebe. Jetzt fühle ich meine Dankbarkeit und Hingabe und es ist ein wundervolles Guru Purnima Fest. Danke Ma.
Shivapriya
Mir war, als würde alles einer schönen Harmonie folgen, alle drei Tage waren warm & lieblich in ihrer Stimmung. Die einzelnen Tage hatten ihren eigenen Charakter und intensive Qualität. Eine Besonderheit für mich jedoch war die Lesung der Bengali Aarti zweier Chela. Die Aussagekraft von tiefer Ehrfurcht und Hingabe hat mich berührt und bewegt. Auch dadurch, dass Deine Abfahrt aus dem Neem Karoli Baba Ashram sich durch die Frage eines Chela verzögert hat, konnte ich länger bei Dir, Ma, sein. Ein wundervoller Abschluss für mich waren Deine Worte, dass wir nicht zu sehr um uns selber kreisen sollten.
Swamipremadasa
Als ich an Guru Purnima das Arti-Licht schwenken durfte, wurde mir tief bewusst, dass ich – trotz all meiner Verfehlungen und Unzulänglichkeiten gerettet bin, gerettet vor meinem Ego, gerettet vor meiner Blindheit, gerettet durch die liebende Hand von Ma.
Laxman
An Guru Purnima kommt Ma am Nachmittag in die Kirtanhalle, nimmt auf Ihrem Takhat Platz und singt mit uns allen den Kirtan ‚RAMA BOLO RAMA BOLO – BOLO BOLO RAM‘ – Ma ruft – wir antworten – immer und immer wieder –, das Singen mit Ma lässt mich Eintauchen in ein Gefühl der Zeitlosigkeit, in ein nicht mehr enden wollen, ein mich innerlich dem Göttlichen übergeben. Eine unglaubliche Süße, Ma singen zu hören, ein herrliches Singen mit Ma zu Gott.
Als Höhepunkt des Guru Purnima Festes feiern wir eine große, festliche Aarti, ein kostbarer Moment – wir beginnen die Aarti und in mir kommt die Frage auf, was, wie mich in diesem besonderen Moment fühlen?‘ In dem Moment kommen in Bruchteilen innere Bilder in mir auf – wo, wie ich wäre, was für ein Leben ich führte, hätte ich nicht zu Ma gefunden. Ein Gefühl von Dankbarkeit, Demut hält Einzug in mir und aus dem Gefühl feiere ich zusammen mit allen Menschen, die wir zu Mas Füßen sind, mit aller inneren Inbrunst Aarti zu Ma.
Am Sonntag, während jeder zu Ma kommt und Einzelne im Darshanzimmer Platz nehmen, singt ein Chela sehr berührend den Kirtan ‚Neem Karoli Maharaj‘. Ein kurzer Moment, in dem nur Ma und ich existieren – für einen Moment, meine Hände in Mas Händen zu fühlen. Ich nehme Platz und lasse mich mitnehmen – erfüllt in und von Mas Gegenwart.
Auf Mas Wunsch ist im Darshanzimmer zu Guru Purnima eine neue Puja entstanden – eine Puja für Ma Jaya Sati Bhagavati, die Meisterin unserer Ma, mit einem großen Bild von ihr. Und auch mit einem Bild von Sri Anandamayi Ma und Sri Siddhi Ma. Ich kann es nicht recht in Worte fassen, aber die Puja bringt fühlbar etwas Neues mit sich. Einzelne treten näher an sie heran – zum Pranam und zum Fühlen. Auch wenn Ma im Darshan uns immer einmal von Ihrer Zeit als Chela bei Ihrem Meister Sri Neem Karoli Baba und später bei Ihrer Meisterin Ma Jaya Sati Bhagavati erzählt hat, erinnert mich die Puja gerade am Guru Purnima Fest daran, dass Ma an der Hand einer weiblichen Meisterin, Ihrer Ma, den Weg in das höchste Bewusstsein gegangen ist. Und daran, dass der Weg und die Vollendung dessen möglich ist.
Jai Gurudeva!
Ramrani
Am Samstag, dem großen Guru Purnima- Fest, kam Ma zu uns in die Kirtanhalle, während wir Kirtan sangen. Ma sang mit uns und es fühlte sich an, als wären alle vereint in einer großen Sehnsucht. Sehnlichst wünschte ich mir, dieses Singen mit Ma würde niemals enden.
Siddhima
Namaste Ma,
An Guru Purnima, als ich das Guru Pranam vorgelesen habe, meine ich beim letzten Absatz, eine Welle im Raum wahrzunehmen. Ausgehend von Dir hat sie sich über alle Menschen in der Kirtanhalle ausgebreitet. Es war wie ein feiner Teppich, der sich über alle gelegt hat, so wie Du es schon öfters beschrieben hattest. Ich konnte es kaum glauben, weil es so unerwartet kam.
Dein Chela Ramakrishna
namaste ramakrishna
erkenne in deiner schönen beschreibung des
guru purnima festes, dass sich dir alles offenbart
in dem moment, wo du nichts erwartest.
Das vergangene Fest zu Guru Purnima erlebte ich als riesige Welle der Freude und Dankbarkeit unserer Meisterin gegenüber. Sie nahm uns mit und ließ uns eintauchen in diese Welle der Freude.
Eine Situation wird mir immer in Erinnerung bleiben:
Ich war Chokidar an diesem Tag, half Besuchern, die unter den vielen Menschen und neuen Eindrücken vielleicht Hilfe benötigten. In der Kirtanhalle fragte mich fast flehend eine junge Familie, ob sie nur ganz kurz zu Ma könnten, um ihr Pranam darzubringen. Die Frau befand sich zwei Wochen vor der Entbindung ihres zweiten Kindes und war etwas in Sorge.
Ich sagte, sie müssten warten, bis eine andere Familie den Darshanraum verlässt, dann würde ich Ma erst fragen können.
Als die erste Familie den Darshanraum verließ, sagte ich zu Hari Om, Mas nächstem Schüler, dass die andere junge Familie eindringlich bat, Pranam zu Ma darbringen zu dürfen. Er fragte, und Ma kam zurück in den Darshanraum. Als die Familie hereinkam, legte sich der Mann ausgestreckt vor Ma auf den Boden, Ma legte ihm und seiner Frau die Hand auf den Kopf, dem Kind schenkte Ma ein kleines Hanuman-Äffchen.
Alle drei waren überglücklich und überwältigt von Mas Darshan.
Ich hatte etwas gelernt: ich folgte meinem Gefühl und meiner inneren Stimme, Ma für diese Menschen um Darshan zu bitten und durfte miterleben, wie gesegnet sie sich fühlten und mit Dankbarkeit und großer Freude den Ashram verließen.
Ananda
Am Freitagabend, als viele Schüler von Ma und einige Besucher des Baba Mandir, sich zum Kirtansingen einfanden, ließ Ma uns durch ihren Schüler Hanuman ausrichten, dass Ma noch am selben Abend in den Ashram kommt. Diese frohe Nachricht belebte mich sehr und vertiefte meine Intensität des Singens. Es fühlte sich an, als ob alle Anwesenden sich tragen ließen von der frohen Botschaft, Ma bald zu sehen und ihren Darshan zu empfangen. Alle sangen aus vollem Herzen zur göttlichen Mutter.
Am Samstagmorgen kam Ma dann in die Kirtanhalle und leitete mit ihrer schönen Stimme, den Kirtan, JAYA BHAGAVAN, der stürmisch in Response von uns Schülern und allen Besuchern, die anwesend waren, erwidert wurde. Als ich einmal in die Runde blickte, sah ich nur entzückte Gesichter und wieder einmal wurde mir bewusst, wie Mas allumfassende Liebe, den verborgenen Diamanten, der in allen Menschen als ihr wahres Selbst ruht, sichtbar macht.
PRANAM zu Deinen Füßen
Draupadi
Es ist sehr heiß an diesem Bhakti Wochenende im Juli und viele, viele Menschen sind gekommen, um Ma zu begegnen und ihren Darshan zu empfangen.
Die Caretaker des Ashram haben überlegt, wie es für Ma aufgrund der großen Hitze möglich sein könnte, dass jede:r Ma’s Darshan empfangen kann und bitten Ma von Herzen, in kleineren Gruppen mit allen in Stille zu sitzen. Ma lässt uns ins Darshanzimmer rufen, in die Stille. Immer tiefer tauche ich ein. Der Verstand, der immer noch Unterschiede machen will, wird langsam ruhiger. Wird einfach der Gedanken gewahr und lässt sie wieder gehen. Erinnert sich an die Worte, die Ma in früheren Meditationen zu uns gesprochen hat: … Ich sitze jetzt hier in der Gegenwart meiner Meisterin … Ich bin der grenzenlose Ozean … Wie kostbar es sich anfühlt, mit meiner Meisterin in dieser göttlichen Stille zu sein.
Am selben Abend kommt Ma noch einmal in die Kirtanhalle. Aus vollem Herzen singen wir den Kirtan Jaya Bhagavan mit Ma – rufen das Göttliche in Ma und auch in unseren Herzen an. Was für ein Fest, was für eine unbändige Freude, die Mas Stimme und unser gemeinsames Singen freisetzt und den ganzen Raum erbeben lässt!
Kamallata
Meine Aufgabe war es, in Mas Garten die braunen Blätter im Clematis-Rankgerüst zu entfernen. Auf der Leiter stehend nahm ich mir jeden Zweig einzeln hervor und schnitt oder zupfte die einzelnen braunen Blätter ab. Je weiter ich in den Strauch vordrang, um die Blätter zu entfernen, bemerkte ich, wie diffizil die Aufgabe war, die ich erhalten hatte. Teilweise konnte ich ganze braune Büschel abschneiden, aber manchmal hatte sich ein grünes Blatt um einen verwelkten Stängel gewickelt, sodass es sehr behutsam von diesem entfernt werden musste. Auch bin ich einem – für meine Augen – ausgetrockneten Ast gefolgt, um am Ende noch grüne Blätter zu sichten. Die Aufgabe erforderte meine ganze Aufmerksamkeit und auch Geduld, die ich normalerweise nicht so einfach aufbringe. Am Ende des Vormittags hatte ich alle braunen Blätter entfernt und war glücklich über die gelungene Arbeit, die mich doch etwas herausgefordert hatte.
Padmini
Während eines Retreats sahen wir mit Ma einen indischen Film.
Die vielfältige Bilderwelt und das feine Spiel der Darstellerinnen und Darsteller entführten mich nicht nur in ein fremdes Land, sondern auch in eine andere Lebenswirklichkeit.
Mas Worte aus dem Darshan zu Beginn des Retreats: dass in allen Menschen ein grundlegendes Einverständnis mit der menschlichen Existenz und allem, was mit ihr einhergeht, existiere, die allermeisten es aber vergessen haben, begleiteten mich, während wir den Bildern, Worten und der Handlung des Films folgten. Er zeigte drei Frauen in ihrem Alltag in Mumbai, Indien, und wie sie, jede für sich und doch zusammen, schließlich bei sich ankamen. Die eindringliche und vielfältige Bilderwelt sprach mehr mein Erleben als den Verstand an. Damit ging eine ganz eigene Poesie einher. Besonders in Erinnerung blieb mir eine Szene gegen Ende des Films. Das Leben einer der Protagonistinnen war bestimmt vom sehnsüchtigen und schmerzlichen Warten auf die Rückkehr ihres Ehemannes, der nach Deutschland ausgewandert war. In einer sinnbildlichen Szene, in der sie einem gestrandeten Mann das Leben rettet, steht für kurze Zeit im Raum, dass dieser ihr Ehemann sein könnte und das Warten ein Ende fände. Doch sie sagt sich los, schickt ihn hinaus mit den Worten: Ich will dich nie wieder sehen. Ich erlebte es so, dass sie mit dieser Entscheidung ihrem Leben eine Wendung gibt: Sie lässt los von der Hoffnung, dass etwas von außen Kommendes ihre Sehnsucht stillen, ihr Erfüllung oder inneren Frieden bringen könnte und öffnet für sich selbst einen neuen Raum der Begegnung mit dem Leben.
Die letzte Szene zeigte die drei Frauen vor einer einfachen, mit bunten Lichtern geschmückten Strandbar sitzend und jede war auf ihre Art bei sich angekommen. Eine der drei sagte: “Es ist doch schön hier“…und alles war durchdrungen und durchleuchtet von einem Ja zum Leben, so, wie es gerade war.
Von Mas Worten mitgenommen durch die Bilder des Films fühlte ich die Sehnsucht, mich diesem Ja zum Leben zu öffnen und es in mir zu suchen.
Yashoda
Dieses Retreat war für mich gekennzeichnet durch viele Momente der Stille und Meditation und im Kontrast dazu die Verfilmung einer feurigen und leidenschaftlichen Tanzperformance, „Die Bluthochzeit“ aus dem Jahr 1981. Jeden Nachmittag haben wir die buddhistische Gehmeditation geübt und an einem Tag die Klänge von „Music for Zen Meditation“ in uns aufgenommen. Am letzten Abend haben wir Kirtan zur Göttlichen Mutter gesungen, aus vollem Herzen mit lauter Stimme. Ma kam dazu und saß in Stille mit uns, wir singen in Dankbarkeit zu ihr. Nach dem Abklingen des Kirtan trat eine tiefe Stille ein, die aber geprägt ist von Erwartungen: Was sagt Ma jetzt, was macht Ma jetzt? Oft verteilt Ma am letzten Abend Prasad, ein letzter Moment der direkten Begegnung, bevor Ma den Ashram verlässt. Und dann macht Ma uns darauf aufmerksam, dass wir durch diese abwartende Haltung gar nicht wahrnehmen, was für eine heilige göttliche Energie sich in diesem Raum durch die Gegenwart unserer Meisterin und unser Singen entwickelt hatte. Was für eine Chance, bewusst von der Göttlichen Mutter zu schöpfen – wie Ma in diesem Darshan sagte – sie in mir aufzunehmen, hatte ich mir durch meine Erwartungshaltung entgehen lassen. Den Abschied nach einem Retreat empfinde ich immer als schmerzhaft, ein wichtiger Schmerz, der mich nach mehr sehnen lässt, aber hätte ich diese Energie aufgenommen, wäre ich erfüllter aus diesem Retreat gegangen.
Karishma
Im Retreat hat Ma die Frage gestellt: Was hat der jeweilige Chela auf seinem Weg von Ma gelernt? Diese tiefgehende Frage beschäftigt mich noch die Zeit nach dem Retreat. So erkenne ich, dass diese Frage so umfangreich ist, dass es mir sehr schwer fällt, Worte dafür zu finden. Vieles habe ich gelernt und doch erscheint es mir, so viel mehr hätte ich lernen können. Oft standen mir meine Vorstellungen im Weg und auch meine Ängste vor Veränderungen. Vielleicht kommt der Satz, ich habe gelernt, eine präsente Mutter zu sein, meinen Erfahrungen am nächsten. Und gleichzeitig fühle ich, dass ich auf emotionaler Ebene mehr gelernt habe, als ich es in Worte fassen kann.
Chandrika
Im Sommer- Retreat stellte Ma uns die Frage, was wir denn bisher gelernt haben? Erst nach diesem Darshan merkte ich, dass ich dabei bin, zu lernen, Bestandsaufnahme zu machen. Anzuschauen, was sich zeigt, meine menschliche Natur darin zu erkennen und sie stehen zu lassen. Einzusehen, dass ich nichts daran ändern kann, dass ich mich aber zum Licht wenden, innerlich “RAM RAM RAM” sagen und Zuflucht bei Ma suchen kann.
RAM RAM Siddhima
Die nächste Ausgabe umfasst die Monate September, Oktober und November und erscheint im Dezember. Während dieses Zeitraums feiern wir im September Nirvan Divas – wir gedenken dem 53. Jahrestag von Babas Mahasamadhi, der Tag, an dem Sri Neem Karoli Baba Seinen Körper verließ.
Im Oktober findet in Indien das 10-Tage lange Navaratri Fest statt, das wir mit einem großen Fest zu Ehren der Göttin Durga am Wochenende vom 16. Oktober bis 18. Oktober feiern.
Ende Oktober gibt Ma einen Retreat vom 30. Oktober bis 3. November für Ihre Chela, über das wir auch berichten werden.